H. E. Erwin Walther
Improvisation eines Melodieträgers und eines Akkordträgers, 1969






Die graphische Notation … war und ist für mich eine Möglichkeit, musikalische oder andere akustische Verläufe augenfälliger zu notieren als in der herkömmlichen Notenschrift. Das setzt bei den Interpreten eine weitgespannte Auseinandersetzung mit der musikalischen Moderne, ferner die Gabe der Improvisation und die Gabe, graphische Verläufe in der Koordinate waagrecht-senkrecht, d.h. Tonhöhe-Zeit und in ihren Infrastrukturen in akustische Verläufe umzusetzen, voraus .Ein wesentlicher Teil der Praxis ist der Prozess des „Lesens“, des Begreifens und dann das Einbringen eigener Vorstellungen im Rahmen der vorgegeben Graphik, die praktisch das „Spielfeld“ darstellt, in dessen Grenzen das „Spiel“ des oder der Interpreten verläuft. Der Interpret ist in großem Maße „Mitschöpfer“. (Erwin Walther)



















Natürlich war es keine Anti-Musik im Sinne etwa einer Kriegserklärung an die Musik als Kunstgattung, sondern es war eine Sichtbarmachung meiner akustischen Vorstellungen auf dem kürzesten Weg. Das Ergebnis ist eine Graphik, auf ein Zeichenblatt oder auf eine sich fortsetzende Reihe von Blättern projiziert. (Erwin Walther)

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